Maria Luschiari ist ein Edelstein in der Schönheit der Natur: von hier aus hat man eine herrliche Assicht auf massive und imposante Berge und Gipfel. Sie ist aber nicht nur vom naturalistischen Standpunkt her interessant, sondern sie ist ein einmaliger Kreuzungspunkt von drei grossen Völkerfamilien: die Romanen, die Slawen und die Germanen. Schon im 16, Jahrhundert war der Berg Ziel der Pilgerfahrten von drei bestimmten Völker, heute ist Maria Luschiari ohne Zweifel ein europäischer Wallfahrtsort.
Gebet zur Königin der Europäischen Völker


Gottesmutter von Luschari, die Du schon seit sechsundert Jahren hier auf diesem Orte thronest, wo drei europäischen Völker einander begegnen: Romanen, Slawen und Germanen, bewahre uns den Frieden, welcher Sehnsucht der Herzen und Geschenk Gottes ist an Menschen, die guten Willens sind! Gib, dass diese europäischen Völker mit gegenseitiger Achtung und gemeinsamen Bemühen für die Verbreintung der christlischen Kultur einander gegegnen! Segne alle diejenigen, die zu Dir kommen und Dich verehren, zwar in verschiedenen Sprachen, aber im selben Glauben und der selben Liebe, als Gottesmutter und ihre Mutter! Helferin der Christen, besiege die Feinde des Glaubens; gib, dass alle Deine Kinder in Europa mit gutem Willen die Wahrheit in der Liebe suchen mögen und gib, dass die Kirche Christi nach Wunsch Deines Sohnes eins, und dass sie zur Mutter der Gnade und Rettung für alle sein wird. Amen.


Kurzes Gebet
”Gottesmuter von Luschari Königin Europas, bitte für uns!

Eine alte Uberlieferung berichtet, dass im Jahre 1360 am Luschariberg einem Hirt die Schafe verlaufen waren. Kurz darauf fand sie, kniend um einen Bergkieferstrauch.
Verblüfft näherte er sich und sah im Strauch ein hölzernes, reliefartiges Bild der Gottesmutter mit dem Kind Jesu. Er brachte das Bild nach Saifnitz und übergab es dem Pfarrer. Doch am nächsten Tag war das Bild auf wunderbarer Weise wieder am Luschariberg, und wieder umgaben es kniende Schafe. Der Fall wiederholte sich noch ein drittes Mal. Da mel dete der Pfarrer die Begebenheit dem Patriaechen von Aquileia; dieser gab die Verordnung heraus, an der Stelle, wo das Bild gefunden wurde, sollte eine Kapelle gebaut werden.

Die ursprüngliche Kapelle steht nicht mehr: von der zweiten Kapelle aus dem 16. Jahrhundert ist das heutige Presbyterium erhalten geblieben. 1760 haben die slowenischen Gläubigen das 400-jährige Jubiläum der Luschariwallfahrt geferit.
Im Jahre 1786 ordnete Kaiser Josef II die Schliessung der Kirche an. Sie wurde gesperrt, ihrer heiligen Ornamente und Gegenstände weggenommen und alle Gottesdienste wurden verboten. Doch schon vier Jahre danach wurde sie unter Kaiser Leopold wieder geöffnet; die Gottesmutter konnte somit wieder in ihr Heim am Luschariberg zurückkehren.
1807 wurde die Kirche von einem Blitz getroffen und durch eine Feuerbrunst in Trümmer verwandelt. Beim Wiederaufbau wurde sie vergrössert undverschönert.
Im Jahre 1915 befand sich der Wallfahrtsort gerade im Kreuzungspunkt der Kampflinien des Ersten Weltkrieges. Am 16. September wurde die Kirche beschossen und verbrannte mit den umliegenden Häusern. Su ordine del Parroco, Padre Pio, la statua venne portata in salvo a valle dal custode della chiesa, Giovanni Kravina. Auf Befehl des Pfarrers von Saifnitz wurde das Bild vom Wäter der Kirche, Herrn Johanna Kravina, nach Saifnitz gebracht und somit gerettet. Von Pfingsten bis Juli 1916 wurde die Gottesmutter im Pfarrhaus von Saifnitz aufbewahrt. Später wurde sie zuerst nach Villach, dann nach Klagenfurt und Maribor jeweils für eine kurze Weile gebracht. Im September 1920 behielt sie sich kurz in Dravograd auf. Im August des darauffolgeneden Jahres kam sie wieder nach Saifnitz; am 24. Juni 1925 konnte sie endlich in die wiederaufgebaute Kirche am Berge zurückkehren.
Auch wärend des Zweiten Weltkrieges blieb die Kirche geschlossen. Die heilige Statue-fand wieder Schutz im Pfarrhaus von Saiftnitz, wo es èvom August 1943 bis am 11. August 1945 blieb, als die Heilige Maria wieder in die Wallfahrtskirche gebracht wurde.
Im Jahre 1960 wird das 600-Jubiläum gefeiert. Zu dieser Angelegenheit wurde die Kirche renoviert; es wurden auch verschiedene Erneuerungsarbeiten an den Häusern um die Kirche durchgeführt. Die beträchtlichsten davon sind jedoch jene, die für die Jubiläumsjahr 2000 vorgenommen wurden. Sie sind jedoch zur Zeit nicht vollendet. Maria Luschari ist für die Slowenen schonseit eh und je der Wallfahrtsort par excellence gewsen.
Alle Wandmalereien der Kirche sind vom slowenischen Maler Tone Kralj. Sie stellen die Muttergottes als Zuflucht der Leidenden und Betrübten, Maria Verkündigung, die Flucht nach Agypten, Jesus als Zwölfjähringer in der Synagoge, Maria betend unter dem Kreuz und die Krönung der Muttergottes. Im Sommer beginnen die Pilgerfahrten im Juni und enden am ersten Oktobersonntag.